Gecancelter Flug nach Wien
Vom 5. bis 7. Juli war ich mit meiner Frau für ein um den Freitag verlängertes Wochenende in Wien. Leider verlief der Flug dorthin nicht ganz so reibungslos wie wir uns das vorgestellt hatten. Bislang hatten wir für unsere Wien-Flüge immer Germanwings gewählt, weil diese Airline bei frühzeitiger Buchung einfach am günstigsten war. Seitdem Germanwings die Gepäckgebühr eingeführt hat, hat die Attraktivität dieser Airline für mich allerdings nachgelassen. So buchten wir unseren Hin- und Rückflug bei Austrian Airlines. Das war dann unter dem Strich auch nicht günstiger als bei Germanwings mit Gepäckgebühr. Da Austrian aber mehrfach am Tag zwischen Stuttgart und Wien fliegt, konnten wir uns die Flüge mit den für uns angenehmsten Flugzeiten herauspicken. Jedenfalls dachten wir das. Für den Hinflug nach Wien wählten wir den Flug OS178, der von Tyrolean unter dem Markennamen Austrian Arrows operiert wurde. Zum Einsatz solle ein Canadair Regional Jet 200 kommen.

Das Boarding für den um 8.30 Uhr startenden Flug sollte um 8.10 Uhr beginnen. Während wir am Gate warteten, erfuhren wir, dass sich das Boarding wegen eines technischen Problems verzögern sollte. Die Maschine war allerdings bereits in Stuttgart wie ich den Ankünften aus Wien entnehmen konnte. Gegen 8.40 Uhr begann schließlich das Boarding. Wir wurden mit dem Bus zu dem weit auf dem Rollfeld geparkten Flugzeug gefahren. Als wir dort angekommen waren, standen wir mehrere Minuten im Bus vor dem Flugzeug, das von mehreren Technikern der Lufthansa umringt war. Im Bus machte sich allmählich Unruhe breit (dies vor allem unter dem Eindruck des Absturzes des Air France Airbus A330 einige Tage zuvor über dem Atlantik). Während wir also warteten, entdeckte ich, dass die Fensterscheibe auf der rechten Seite der Pilotenkanzel einen tiefen Riss aufwies (vermutlich durch Vogelschlag). Nach einigen weiteren Minuten des Wartens wurde uns schließlich eröffnet, dass der Flug gecancelt sei. Die Passagiere waren darüber mehr erleichtert als verärgert. Allerdings stellt sich die Frage, warum die Fluggäste in Kenntnis des Problems überhaupt mit dem Bus zur Maschine gefahren wurden.

Zurück im Terminal wurde wieder das Gepäck ausgegeben. Während meine Frau die Koffer abholte, begab ich mich gleich zum Lufthansa Ticket Counter, um die Flüge umbuchen zu lassen. Als begeisterter Flieger hoffte ich darauf, eine Umsteigeverbindung über einen anderen Airport zu bekommen. Dem war dann allerdings nicht so. Wir wurden auf den Austrian-Flug um 11.35 Uhr umgebucht, der direkt von Stuttgart nach Wien flog. Dann hatten wir gleich das nächste “Problem”. Wir mussten die Verzehrgutscheine auf den Kopf hauen, die es bei Lufthansa gab. Da wir bereits gefrühstückt hatten, hatten wir auf den Burger King wenig Lust. Die für uns für den weiteren Tag brauchbarsten Produkte hätte die Bäckerei Treiber gehabt, deren Sortiment sich wirklich auch qualitativ von den ganzen Bäckereiketten abhebt. Leider weigerte sich die Bedienung den Lufthansa-Gutschein anzunehmen, so dass aus dem Einkauf auch dort nichts wurde. So haben wir dann im SPAR-Markt nebenan vor allem Süßigkeiten gekauft, um die Gutscheine loszuwerden.

Wieder am Gate angekommen, erfuhren wir die nächste Verspätung. Der für 11.35 Uhr vorgesehene Flug sollte erst um 12.05 Uhr starten. Tatsächlich waren wir dann erst gegen 12.30 Uhr in der Luft. Zum Einsatz kam außerplanmäßig eine Fokker 100. Das Flugzeug wurde ausgetauscht, um auch noch die Fluggäste des zuvor ausgefallenen Fluges aufnehmen zu können. Das sei nach Angaben des Kapitäns auch der Grund für die Verspätung gewesen. Die Tageszeit war auf jeden Fall günstig und wir konnten sofort landen (in Wien habe ich auch schon viele Warteschleifen erlebt). Auch die Gepäckausgabe erfolgte für Wiener Verhältnisse sehr schnell.
Der Aufenthalt in Wien war dann übrigens sehr schön, auch wenn die Temperaturen deutlich niedriger als der Jahreszeit entsprechend waren. Für einen Städtetrip im Sommer muss das aber nicht das Schlechteste sein.
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