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Tagestrip nach Berlin am heißesten Tag des Jahres

Dass der 1. August ein übel heißer Tag werden würde, wusste ich im Jahr 2007 bei der Buchung des Fluges natürlich nicht. Wer baden will, freut sich im Zweifelsfall über jedes Grad mehr. Für einen Städtetrip im Sommer wären 25 Grad allerdings ausreichend. Dass es dann knapp zehn Grad mehr wurden, war nicht wirklich schön.

Den Hinflug hatte ich wie bereits erwähnt fast ein Jahr vorher bei Air Berlin gebucht. Zurück flog ich mit einem Return-Ticket von Lufthansa (mein Rückflug war der Hinflug des Lufthansa-Tickets, zurück fliege ich mit dem Ticket in einigen Wochen, wenn ich zu einem Termin nach Berlin muss). Auf dem Rückflug sollte ich dann noch mit dem Lufthansa-Streik in Berührung kommen. Doch dazu später mehr.

Der Air Berlin Hinflug war fast pünktlich. Als Bordverpflegung gab es ein Getränk sowie eine warme Laugenstange (ohne Belag). Ich fliege zwar jedes Jahr bestimmt zwei- oder dreimal nach Berlin. Die letzten Jahre waren das aber immer Germanwings-Flüge nach Schönefeld. So kam ich vorgestern nach längerer Zeit mal wieder in den Genuss eines Tegel-Fluges, wobei ich sagen muss, dass ich die große Präferenz der Flugreisenden für Tegel gegenüber Schönefeld nur bedingt nachvollziehen kann. Auch das Gebäude in Tegel ist nicht gerade auf dem neuesten Stand und die bunte Mischung von Check-in, Ankunfts- und Abflugbereichen ist zumindest gewöhnungsbedürftig. Die bessere Lage an der City kann der Flughafen nicht wirklich ausspielen, weil es keine direkte Bahnanbindung gibt.

In Berlin kaufte ich mir die Tageskarte für die Zonen A und B, um mit Bus und Bahn fahren zu können. Mit der Buslinie TXL fuhr ich zum noch neuen Hauptbahnhof. Die Busfahrt wollte kein Ende nehmen und war bei Außentemperaturen von um die 35 Grad nicht gerade angenehm. Viel Zeit hatte ich ohnehin nicht in Berlin, weil mein für den Abend geplanter Lufthansa-Flug wegen des ver.di-Streiks gecancelt worden war. Ich musste daher bereits mit einer früheren Maschine am späten Nachmittag nach Stuttgart zurück fliegen. Vor dem Rückflug war ich (zum wiederholte Male) noch ein bisschen rund um den Reichstag, Brandenburger Tor und Unter den Linden unterwegs. Am Bahnhof Friedrichstraße kam ich zufällig zum “Tag der Schweiz”. Dabei handelte es sich um eine Werbeveranstaltung des Schweizer Tourismusverbandes, der Hauptstädter zum Urlaub in die Schweiz locken wollte. Als besonderer Gag wurden jede Menge Schweizer Ziegen durch die Straßen “getrieben”, die mit mehreren (!!!) Tiertransportern mit Graubündener Kennzeichen nach Berlin gefahren wurden. Bei den Temperaturen war ich froh, dass ich keine Ziege war und deshalb des Flugzeug für die Anreise nach Berlin nutzen konnte.

Der Lufthansa-Rückflug in einer Boeing 737-500 war pünktlich. Angenehm fiel mir der größere Beinabstand bei Lufthansa auf. Den mächtigen Gewitterwolken, die sich über Berlin bildeten, bin ich gerade noch rechtzeitig nach Stuttgart entkommen. Als Bordverpflegung gab es nur Getränke. Das Fehlen eines Snacks in der Economy Class war vermutlich nicht nur streikbedingt, da die wenigen Passagiere in der Business ein Essen bekamen. Sehr wohltuend war das Aussteigen in Stuttgart. Dort hatte es rund 10 Grad weniger als in Berlin.

Ansonsten gilt einmal mehr: Mit beiden Airlines jederzeit gerne wieder. Den Verlust des Flughafens Tegel, der nach der Eröffnung des neuen Flughafens in Schönefeld geschlossen werden soll, werde ich verschmerzen können.

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