Tagestrip nach Pisa
Manchmal fliegen Airlines eine Strecke im sogenannten W-Pattern. Das bedeutet, dass die Fluggesellschaft vom Abflugort einen Zielflughafen ansteuert und von dort nicht sofort an den ursprünglichen Abflugort zurückkehrt, sondern dazwischen noch auf einer anderen Strecke fliegt. Solche Flüge sind bei mir immer besonders begehrt, weil sie einen – wenn auch meist sehr kurzen – Tagesausflug ermöglichen.
So war es auch am 02.12.2006 als ich mit HLX zu einem kurzen Tagestrip ins norditalienische Pisa aufbrach. Die Maschine vom Typ Boeing 737-500 flog in diesem Tag das Routing Stuttgart-Pisa-Berlin-Pisa-Stuttgart. Während das Flugzeug sich also von Pisa auf den Weg nach Berlin und von dort wieder zurück nach Pisa machte, hatte ich Zeit für einen Besuch der wirklich schönen Stadt in der Toskana. Da es nicht mein erster Flug nach Pisa war, kannte ich mich schon aus, was angesichts der knappen Zeit vor Ort durchaus von Vorteil war.
Die Strecke vom Flughafen zum Bahnhof kann man problemlos zu Fuß zurücklegen. Wer auf den halbstündlich verkehrenden Bus wartet, erreicht den Bahnhof mitunter später. Wer flott läuft, schafft es vom Flughafen Pisa bis zum Hauptbahnhof in etwa einer Viertelstunde. Von dort braucht man etwas länger bis zum Schiefen Turm. Fährt man lieber mit dem Bus, versäumt man die schöne Fußgängerzone von Pisa und sieht auch weniger vom Fluss Arno. Wer hingegen die gesamte Strecke vom Flughafen zum Schiefen Turm, wo sich auch der Dom befindet, zu Fuß zurücklegt, sollte mit 45 bis 60 Minuten Fußweg rechnen.
Seit einigen Jahren kann man den Schiefen Turm wieder besteigen, was ich mir angesichts horrender Kosten, die fast höher waren als der Flugpreis, verkniffen habe. Vor langer Zeit war ich im Jahr 1985 als Jugendlicher schon mal oben. Damals war der Besuch noch spottbillig.

Am Schiefen Turm und dem Dom trifft man viele Besucher aus Japan und aus Großbritannien. Letztere scheinen wohl die zahlreichen Ryanair-Verbindungen zu nutzen, die es von Großbritannien nach Pisa gibt. Viele von ihnen dürften mit dem Zug von Pisa weiter nach Florenz fahren. Der Zug braucht etwa eine Stunde. Zugfahren ist in Italien übrigens sehr günstig. Es gibt auch einen Shuttle-Bus, der die Besucher vom Flughafen Pisa nach Florenz bringt.
In Florenz war ich natürlich auch schon (mehrmals). Angesichts meiner kurzen Aufenthaltszeit in Pisa war aber nicht daran zu denken, den Ort zu verlassen. So machte ich mich nach einer halben Stunde Aufenthalt am Domplatz wieder zurück auf den Weg zum Flughafen.
Wer in Pisa einen Supermarkt sucht, findet einen beim “Fußtransfer” zwischen Flughafen und Hauptbahnhof in Richtung Bahnhof in einer linken Seitenstraße (ist gut von der Hauptstraße aus sichtbar). In einer Seitenstraße der Fußgängerzone zwischen Bahnhof und dem Fluss Arno gibt es einen weiteren (in Laufrichtung Arno/Schiefer Turm rechts). Ich habe eine vorweihnachtliche Panettone gekauft und mit nach Hause genommen. Ansonsten gibt es nach meinem Geschmack nicht allzu viel, was man in italienischen Supermärkten kaufen müsste. Milchprodukte sind recht teuer. Obst und Gemüse, das allerdings den Heimflug gut überstehen muss, ist jedoch (häufig sogar deutlich) günstiger als in Deutschland.
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